Schauspiel bedeutet für mich, Brücken zu bauen – zwischen dem Autor und seinem Werk, zwischen den Gedanken einer Figur und dem Publikum. Ich verleihe Charakteren Stimme, Körper und Präsenz und lasse sie für einen Augenblick lebendig werden.
Schon Johann Wolfgang von Goethe schrieb in seinen „Regeln für Schauspieler“: „Der Schauspieler ist um des Publikums Willen da.“
Wenn es gelingt, dass Zuschauer ihren Alltag hinter sich lassen, ganz in die Welt einer Geschichte eintauchen und sich von ihr berühren, bewegen oder zum Nachdenken anregen lassen, dann hat mein Beruf seinen Sinn erfüllt.
Schauspiel ist für mich Leidenschaft und Handwerk zugleich. Die Grundlagen dafür habe ich in einer dreijährigen Ausbildung erlernt; die eigentliche Arbeit aber beginnt jeden Abend aufs Neue – in der Begegnung mit dem Publikum.
Der Vorhang hebt sich, das Licht geht an, und für einen Augenblick entsteht eine neue Wirklichkeit. Genau für diese Momente liebe ich meinen Beruf.
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